Am Turbolader liegt es nicht

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Die Redaktion hat Christopher Rimmele, technischer Redakteur bei Mahle, drei Fragen zur Reklamationen beim Turbolader gestrellt:

FW: Aus dem Markt hören wir immer wieder, dass der Turbo ausgetauscht wird, obwohl dieser nicht die Ursache für den Defekt ist, können Sie aus der Reklamationsbearbeitung bei Mahle ein erhöhtes Aufkommen erkennen?

Christopher Rimmele: Eine Häufung können wir nicht bestätigen, es handelt sich eher um ein konstant wiederkehrendes Thema. Ursache ist meist kein böser Wille, sondern ein Mangel an Verständnis des gesamten Systems und eine korrekte Ursachensuche. Deshalb schulen wir in unseren Trainings mit genau diesem Ziel: Den Teilnehmer an eine systematische Ursachensuche heranzuführen und so unnötige Reparaturen oder wiederkehrende Schäden zu vermeiden.

FW: Wie informieren Sie die Werkstätten über Neuheiten und Reparaturanleitungen?

Rimmele: Die Werkstätten haben die Möglichkeit sich für unser CIS (Customer Information Sheet) zu registrieren und erhalten so alle Informationen über Neuanläufe. Dazu können sich die Mechaniker online für den „Technical Messenger“ registrieren, in dem Zusatzinformationen zu Produkten, Service sowie Einbautipps abgehandelt werden. Dazu stellen wir Einbauvideos auf unserer Website bereit. Zukünftig wird auch das CustomerCare-Portal als Informations- und Interaktionsmedium zur Verfügung stehen und seinen Beitrag zu einer optimierten Informationsbereitstellung leisten.

FW: Wie sehen Sie die aktuelle Entwicklung bei Turboladern im Bereich Start-Stopp-Funktion und in Hinblick auf die Komplexität der Motorsteuerungssysteme?

Christopher Rimmele: Unkritisch, da moderne Start-Stopp-Systeme verschiedene Parameter überwachen. Ist der Motor oder das Öl zu kalt (schlechte Schmierung des Gleitlagers) oder zu warm (Verkokungen), deaktiviert sich die Start-Stopp-Automatik.

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