Automatischer Farbmischprozess

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Becher unterstellen – der Mischvorgang erfolgt dann vollautomatisch. Foto: Axalta

Seit gut sechs Jahren ist das Produkt der Kooperation Axalta Refinish und Fillon Technologies – Daisy Wheel 3.0 –auf dem Markt. Im Gespräch über die neue Generation automatisierter Farbmischanlage, die vor allem im Bereich Effizienz, Qualität und Handhabung punktet, haben Elise Meunier, Sales & Marketing Director EMEA, Fillon Technologies, und Dietmar Rausch, Product Marketing Manager Axalta Deutschland die Hintergründe erklärt.

Was war das Ziel der Entwicklung?

Rausch: Unser Ziel nach erfolgreicher Einführung unseres digitalen Farbtonmanagements war die komplette Digitalisierung und Automatisierung des Prozesses; von der Farbtonerkennung bis zur -ausmischung. Mit Fillon haben wir einen Partner, der ebenfalls schon früh die Digitalisierung im Lackiererhandwerk kommen sah. Und mit Daisy Wheel eine Lösung anbietet, die auch mittelständischen Lackierbetrieben ab acht Mitarbeitern diesen Weg profitabel ermöglicht.

Warum kommt nun Daisy Wheel 3.0?

Meunier: Mit Einführung der ersten Daisy Wheel haben wir eine Tür aufgestoßen, durch die viele Lackierbetriebe in Europa eine neue Dimension des Mischprozesses erreichen. Seither kommen aus der Praxis immer wieder Anregungen für Optimierungen und Erweiterungen. Diese Vorschläge sind in die neue Generation der Daisy Wheel eingeflossen.

Was sind die Vorteile der neuen Anlage?

Meunier: Durch die optimierte Steuerung laufen die Prozesse rund 30 Prozent schneller ab. Die Reinigung erfolgt vollautomatisch und die gesamte Steuerung durch den Bediener konnten wir weiter vereinfachen. Auch bei der Präzision erreichen wir weiter Bestwerte. Die kleinste ausmischbare Menge beträgt 50 Gramm – was die Daisy Wheel 3.0 auch für kleine Reparaturen attraktiv macht.

Rausch: Was für uns als Vorteil besonders zählt, ist die Verwendung von vorgefüllten Flaschen. Diese kommen direkt aus unserem Lager. Das bedeutet für den Lackierbetrieb eine erhebliche Zeiteinsparung. Der Anwender muss nur noch die leere Flasche ersetzen; dabei kann kein Fehler geschehen, da Daisy Wheel jetzt automatisch prüft, ob es sich um den korrekten Farbton handelt.

Meunier: Vielleicht noch ein Satz zu den Varianten. Neben der Ex-geschützten Variante steht den Lackierern nun auch eine nicht Ex-geschützte, deutlich kostengünstigere Ausführung zur Verfügung. Dies war zum Beispiel eine der vielen Anregungen aus der Praxis, die wir umsetzen konnten.

„Bei Verwendung eines unserer Farbtonmessgeräte und der entsprechenden Software zur Formelsuche liefert unser System die notwendigen Daten direkt an Daisy. Der Lackierer muss nur noch den Becher unterstellen und den Startknopf drücken“, so Dietmar Rausch, Product Marketing Manager Axalta Deutschland. (Foto: Axalta)

Welche Voraussetzungen müssen vorhanden sein, um Daisy Wheel zu bedienen?

Meunier: Wir haben großen Wert daraufgelegt, dass das komplette System einfach zu installieren ist, zuverlässig läuft und selbsterklärend arbeitet. Ein QR-Code sichert die korrekte Nutzung von Flaschen und Dosierventilen. Der Anwender wird über Füllstände permanent informiert. Das Fehlen des Bechers bzw. seine falsche Positionierung wird erkannt. Das Status der Maschine wird durch Farben angezeigt: Blau – die Maschine ist bereit zum Dosieren, Weiß – die Dosierung läuft, Grün – die Farbe ist fertig.

Rausch: Die einfache Handhabung erfordert nicht unbedingt ständig einen qualifizierten Lackierer am Bedienpult. Dieser kann den Mischprozess starten und währenddessen weiterarbeiten. Oder er überlässt – nach entsprechender Schulung – einem angelernten Kollegen die Überwachung des Mischprozesses. Die Formeln werden automatisch an Daisy Wheel übertragen. Ebenso erkennt sie die Füllstände der Flaschen. Für mich ganz wichtig – die Reinigung der Dosierventile wurde weiter verbessert und ist damit deutlich anwenderfreundlicher geworden. Die vollautomatische Dosierung macht den gesamten Prozess sicher, einfach und schnell. (cepe)

Wir haben unser eigenes Team von Technikern, die sich um Installation, Wartung und Einsätze kümmern. Dazu arbeitet Fillon auch mit mehreren lokalen Service- Partnern, die in unserem Hauptsitz in Frankreich geschult werden. Unsere deutschsprachige technische Hotline besteht aus zwei deutschen Kolleginnen, die unsere Kunden intensiv begleiten“, erklärt Elise Meunier, Sales & Marketing Director EMEA, Fillon Technologies. (Foto: Fillon)
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