Autonome Transportsysteme von ZF in Schweinfurt im Einsatz

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Bildquelle: ZF

Der öffentliche Personennahverkehr soll attraktiver, leistungsfähiger und klimafreundlicher werden, um immer mehr Menschen zum Umstieg zu bewegen. Ein Schlüssel dafür sind autonome Transportsysteme (ATS), denn sie erlauben – trotz eines sich verschärfenden Personalmangels – eine Ausweitung des ÖPNV-Angebots bei verbesserter Wirtschaftlichkeit und hoher Verfügbarkeit. Wie der künftige Einsatz autonomer Shuttles aussehen könnte und welche Leistungen ZF dafür anbietet, wurde in diversen Informationsveranstaltungen in Schweinfurt demonstriert.

Anfang-Mai haben der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter und zahlreiche Vertreter*innen von Kommunen und Verkehrsbetrieben am Standort Schweinfurt der ZF Friedrichshafen AG eine Testfahrt im autonomen Shuttle durchgeführt und waren begeistert. „Autonome elektrische Fahrzeuge sind eine spannende Entwicklung, die sicherlich ein fester Teil der öffentlichen Mobilität der nicht allzu fernen Zukunft sein wird“, so Bernreiter.

Mit Fahrzeugen wie dem Modell Group Rapid Transport (GRT) der ZF-Tochtergesellschaft 2getthere lassen sich schon heute viele Verkehrsprobleme lösen, betonte Torsten Gollewski, Leiter Autonomous Mobility Systems bei ZF: „Shuttles von ZF können Menschen schneller von A nach B bringen und gleichzeitig das Pkw-Aufkommen sowie die verkehrsbedingten Emissionen in Metropolen senken. Zudem erleichtern die Shuttles die Anbindung des ländlichen Raums an städtische Zentren.“

Das Shuttle bietet Platz für bis zu 22 Personen und kann autonom im Straßenverkehr mitfahren, aber auch auf getrennten Fahrspuren eingesetzt werden. Mit seinem emissionsfreien Elektroantrieb erreicht es eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h.

„Auf baulich abgetrennten Spuren fahren die Shuttle-Passagiere am Stau vorbei und haben damit einen deutlichen Zeitvorteil“, erläuterte Gollewski. „Heute nutzen viele den Pkw, weil sie im ÖPNV die doppelte Zeit brauchen – die Lösung mit baulich abgetrennten Spuren dreht dieses Verhältnis zugunsten der Shuttle-Benutzer um.“

Bildquelle: ZF

ZF bietet für Verkehrsbetriebe ein Rundumsorglos-Paket, d. h. mit dem Fahrzeug gibt es nicht nur Unterstützung bei Service und Reparatur, sondern ZF erstellt das Streckenlayout und begleitet die Einrichtung und Inbetriebnahme der Shuttlesysteme.

In Rotterdam (Niederlande) oder Masdar City (Abu Dhabi) sind 2getthere-Shuttles bereits seit Jahren verlässlich und unfallfrei im Einsatz. „Nun planen wir, diese Technologie ergänzt um weitere in Deutschland entwickelte und produzierte ZF-Komponenten auch hierzulande zum Markterfolg zu bringen“, ergänzt Gollewski.

Die Region Franken zeige sich hier besonders offen und interessiert. „Allein aus Franken liegen uns aktuell sechs Anfragen vor, die wir jetzt mit den Entscheidungsträgern näher betrachten“, so Benz, der zugleich Projektverantwortlicher bei ZF ist.

Neben Verkehrs- und Energiewende nennt er einen weiteren Grund, weshalb sich ZF im Bereich autonome Transportsysteme engagiert: „Der Fachkräftemangel ist schon jetzt die größte Herausforderung für viele Verkehrsbetriebe. Eine weitere Verschärfung ist leider absehbar, weshalb auch unter diesem Aspekt autonome Transportsysteme ernsthaft geprüft werden müssen.“ Einer Studie des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen e.V. (bdo) zufolge fehlen allein in Deutschland bereits heute 31.000 Busfahrer – Tendenz stark steigend.

Der Schweinfurter Standortleiter Manfred Süß freut sich darauf, die Realisierung der regionalen Projekte mit seinem Team zu unterstützen: „Das Ziel von ZF ist eine saubere, effiziente, komfortable und bezahlbare Mobilität. Wir erreichen sie unter anderem durch den Aufbau von fortschrittlichen autonomen Transportsystemen. Gerne stellen wir unsere Technik und das gewachsene Know-how zur Verfügung, wenn Machbarkeit und die notwendige Akzeptanz der Bürger gegeben sind.“

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