Borg Automotive: Mehr Kapazitäten für drittes Corona-Jahr

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Eine Mitarbeiterin verlötet die Kontakte einer Lichtmaschine – aufgearbeitet in Europa. Bild: Borg Automotive

Der Reman-Spezialist möchte seine Lieferkette „widerstandsfähiger“ gestalten. Grund dafür ist ein weiteres Pandemie-Jahr und steigende Produkt-Nachfrage nach den aufgearbeiteten Qualitätsteilen.

Auch wenn die Lieferketten und die Warenverfügbarkeit bei vielen Unternehmen in den letzten beiden Jahren gelitten haben, möchte Borg Automotive seine Kapazitäten für das Jahr 2022 ausbauen. So sei nach Unternehmensangaben auch bei den Dänen die Lieferkette betroffen gewesen, jedoch nicht die Warenverfügbarkeit. „Wir beziehen nur eine sehr begrenzte Anzahl von Komponenten aus dem außereuropäischen Ausland – daher sind wir von den Problemen der internationalen Lieferketten und der Container-Knappheit nicht in gleichem Maße betroffen wie andere Unternehmen“, erläutert dazu Ernst Kildegaard, Group Supply Chain Director bei der Borg Automotive Group.

Nun, da aller Voraussicht nach ein weiteres Pandemie-Jahr ansteht und der internationale Handel zusätzlich durch den Ukraine-Konflikt belastet wird, will das Unternehmen seine Lieferkette „noch widerstandsfähiger“ machen. Aber auch die Nachfrage nach den wieder aufgearbeiteten Anlassern, Lichtmaschinen, Klimakompressoren, AGR-Ventilen, Turboladern, Lenkgetrieben, Lenkungspumpen und Bremssätteln steigt laut den Dänen. Zudem seien die Lieferketten der wieder aufgearbeiteten Produkte kurz, sodass eine schnelle Reaktion auf Nachfrageänderungen möglich ist.

„Viele Kunden haben die Erfahrung gemacht, dass unsere europäischen Produktionsstandorte das Versorgungsrisiko in Krisenzeiten verringern“, so Kildegaard. Um die erhöhte Nachfrage zu gewährleisten, hält man einen Bestand von rund einer Millionen Altteile, die sogenannten „Cores“, auf Lager. Zudem soll die gesamte Lagerkapazität am polnischen Logistikstandort erweitert werden, dazu zählen auch die Produktionsstandorte in Zdunska Wola und Lublin. In Lublin allein soll die Kapazität bis 2024 auf das Dreifache der derzeitigen Produktionsmenge erhöht werden. Grundsätzlich will der Aufbereiter weiterhin eine Sicherung der Lieferketten gewährleisten, indem die Tendenz zur Nutzung des europäischen Markts beibehalten und weiter gestärkt wird. (SB)

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