Empfehlungen und Werkstatttests haben hohen Stellenwert

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Foto: A.T.Z. GmbH

Das Internet gewinnt zwar an Boden, aber trotz allem ist der persönliche Kontakt sehr wichtig. Man verlässt sich gerne auf Empfehlungen und Werkstatttests.

Das gilt auch für das Kfz-Gewerbe. 40 Prozent der Autofahrer*innen lassen laut dem aktuellen Trend-Tacho ihr Fahrzeug in der freien Werkstatt reparieren. Erst danach folgen Vertragswerkstätten der Hersteller (38 Prozent), private Reparaturen (9 Prozent) und Werkstattketten (6 Prozent). 70 Prozent der Kunden von Vertragswerkstätten würden wiederkommen, bei den Freien und Systemwerkstätten sind es 68 Prozent und bei der Werkstattkette 49 Prozent. Als Gründe für das Fernbleiben von Kunden wird der Vertrauensverlust genannt (41 Prozent), inkompetente Beratung (20 Prozent) und die schlechte Lage des Betriebes ist für 19 Prozent ausschlaggebend.

Wenn es um die Gründe für die Internetnutzung zur Information geht, steht das Reifenthema an der Spitze mit 65 Prozent, gefolgt von Autoteilen mit 51 Prozent und Zubehör wie Felgen oder Dachboxen mit 39 Prozent. Am wenigsten sind Karosserie- und Lackarbeiten mit nur 19 Prozent online nachgefragt. Gründe für die Suche sind der günstigste Preis (63 Prozent) oder auch die Recherche zu Preisvergleichen (62 Prozent) sowie Testberichten zu den Produkten und Marken (35 Prozent). Am wenigsten gefragt ist die Werkstattsuche zum Teileeinbau mit 8 Prozent.

Die Buchung von Werkstattleistungen über das Internet wird nur von 20 Prozent der Befragten getätigt (2020: 13 Prozent), 56 Prozent können es sich vorstellen (2020: 47 Prozent). Werkstattleistungen bei den Internet-Buchungen waren bei 47 Prozent HU/AU-Termine, bei 46 Prozent Reifenwechsel und 38 Prozent brauchten eine Inspektion, nur 6 Prozent wollten den Einbau von Zubehörteilen. Bevorzugt wird bei der Buchung von Werkstattterminen das Telefon (55 Prozent), selber vor Ort buchen 15 Prozent und online über die Webseite der Werkstatt 13 Prozent. Nur 2 Prozent buchen per Messenger.

Grundsätzlich ist der persönliche Kontakt zur Werkstatt für 88 Prozent der Befragten sehr wichtig bis wichtig.

„Der persönliche Kontakt des Kunden zur Werkstatt zählt nach wie vor. Dabei spielt das Vertrauen eine große Rolle. Eine wichtige Botschaft an die Betriebe. Die Nutzung des Internets für den Kontakt mit der Werkstatt nimmt zu. Wenn Werkstattleistungen online gebucht werden, dann sind das in erster Linie HU/AU-Termine, Reifenwechsel oder auch Inspektionen,“ so Peter Schuler, der Hauptgeschäftsführer der KÜS, zur aktuellen Trend-Tacho-Umfrage.

Beim Thema Online-Bewertung in Internetportalen verlassen sich 33 Prozent lieber auf Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis, 12 Prozent meinen, die Bewertungen helfen, eine gute Werkstatt zu finden, 11 Prozent halten die Bewertungen für glaubwürdig. Werkstatttests, etwa von Fachzeitschriften, werden von 17 Prozent der Autofahrer als glaubwürdig eingestuft, 13 Prozent sehen sie als Hilfe, 10 Prozent nutzen sie ab und an und 8 Prozent trauen eher den Resultaten der Internetbewertungen. (cepe)

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