Herstellerdaten quick and easy

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Bildquelle: Herth+Buss

Mit der Euro5/6-Software in den Fahrzeugen ist häufig der Zugriff auf Herstellerdatenbänke in Werkstätten notwendig, um beispielsweise nach dem Einbau eines Bauteiles der Bordelektronik Bescheid zu geben, dass etwas ausgetauscht wurde. Eine neue Codierung ist nach dem Einbau des neuen Scheinwerfers ebenso notwendig wie nach der Installation einer Anhängerkupplung, damit eine einwandfreie Funktion gewährleistet werden kann und das Steuergerät keinen Fehler meldet. Nicht jede Werkstatt ist jedoch in der Lage, auf alle Herstellerdatenbänke zuzugreifen. Einige scheuen die hohen Investitionen beispielsweise eines EuroDFT, weil zu selten der Fall eintritt, eine Freischaltung über die Herstellerportale abwickeln zu müssen.

Allerdings müssen Werkstätten nun weder die Autofahrer*innen zu einer anderen Werkstatt schicken noch selber zum Vertragshändler fahren, um diesen Service zu erledigen. Denn es gibt eine Alternative, die sogenannte Remote Diagnose.

Mit dem Einsatz eines VCI (Vehicle-Communications-Interface) können Werkstätten „quick and easy“ einzelne Programmierungen online über Remote Services nutzen. Mit dem VCI wird eine Verbindung zwischen der OBD-Schnittstelle des Fahrzeugs über das Internet mit dem Remote-Diagnose-Center hergestellt und die kostenpflichtigen Software-Updates werden darüber erledigt. Die Werkstätten können somit einzelne Arbeiten ordern, ohne sich für das Herstellerportal anmelden zu müssen.

Für die Werkstätten eröffnen sich über die Remote-Diagnose neue Geschäftsfelder, wie beispielsweise das Anlernen von Schlüsseln, die Nachrüstung von Radios, AHK und Tempomat. Ebenso lassen sich neue Service generieren wie die Programmierung von Fahrerassistenzsystemen oder die Durchführung herstellergeführter Fehlersuche.

Bildquelle: Trainmobil

In unserem Aftermarket bieten einige Unternehmen diese Remote Service an: Sowohl Herth+Buss (Diagnose on demand) als auch Trainmobil übernehmen diesen Service ebenso wie ADIS Technology mit Euro VCI und natürlich Jifeline, die diese Ferndiagnose möglich machen und als exklusive Diagnoselösung vertreiben. Die Werkstätten investieren einmalig in das VCI-Gerät und über ein internetfähiges Gerät (Laptop, Tablet, Smartphone) wird den Werkstätten online geholfen. Das Fahrzeug bleibt in der Werkstatt und wird über die Internetverbindung mit den OE-Daten versorgt.

Eine Liste der buchbaren Services (kostenpflichtig zwischen 13 Euro und 140 Euro) ist auf den Internetseiten abrufbar. (cepe)

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