Kraftstofffilter

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Wechsel des Kraftstofffilters – Entlüften nicht vergessen

Beim Wechsel des Kraftstofffilters müssen einige wichtige Punkte beachtet werden, um schwerwiegende Schäden am Motor zu vermeiden. Eine der häufigsten Fehlerquellen beim Filterwechsel ist dabei verbliebene Luft in der Einspritzanlage des Fahrzeugs. Wird unsauber oder gar nicht entlüftet, kann es hier schnell zu Motorschäden kommen.

Vor allem moderne Dieselmotoren sind sehr empfindlich, denn ohne den schmierenden Dieselkraftstoff laufen Injektoren und Hochdruckpumpe in kürzester Zeit trocken. Die meisten Motoren können, z. B. durch mehrmaliges Ein- und Ausschalten der Zündung, die Kraftstoffpumpe eigenständig entlüften. Zusätzlich kann die Kraftstoffpumpe auch werden mithilfe eines Diagnosegeräts oder durch direktes Bestromen entlüftet werden.

Auch das manuelle Entlüften gehört zu den gängigen Methoden. Bei einigen Fahrzeugen ist bereits eine Handpumpe im Kraftstoffsystem integriert. Bei anderen muss die Luft manuell, mit Hilfe einer Unterdruckpumpe, aus dem System gesaugt werden.

Generell sollte der neue Filter schon vor der Montage mit sauberem Kraftstoff befüllt werden, um ein Trockenlaufen zu verhindern – dies verringert zudem den anschließenden Entlüftungsaufwand und ist enorm wichtig, um zu verhindern, dass der Motor „Luft zieht“.

Um unerwünschten Lufteintritt zu verhindern, ist auch beim Entwässern eines Dieselkraftstofffilters Sorgfalt geboten. Die Entwässerungsschraube muss nach dem Lösen und Absaugen des Wassers wieder mit dem korrekten Drehmoment angezogen werden. Wird sie zu fest angezogen, kommt es zur Verformung des Dichtrings und somit zum Austritt von Kraftstoff und zum Eintritt von Luft.

Die Ausgabe erschien als Beilage in der
FREIE WERKSTATT 4-2019

Thema: Wechsel des Kraftstofffilters –
Entlüften nicht vergessen

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