Seit April wird der Lackierroboter jetstream im BOYA-Autozentrum in Hannover für die Lackierung von Fahrzeugen und Einzelteilen eingesetzt. Der Lackierbetrieb der Aribos Gruppe nutzt die Linie 100 von BASF, für die der Lackhersteller mit Sata ein spezielles Programm entwickelt hat. Die Ergebnisse sind laut Unternehmen bislang durchweg positiv.
SATA, der deutsche Hersteller von Lackiertechnologie, investierte in das chinesische Start-up CurveRobot, das bereits seit über sieben Jahren an der Automatisierung von Lackierprozessen im Automobilsektor arbeitet. Gemeinsam mit dem Boya Auto-Zentrum starteten SATA und Glasurit die aktive Pilotphase. David Rau, Projektleiter Automatisierung SATA: „Im Rahmen dieses Projekts legt Glasurit den Fokus auf die Integration des Roboters in bestehende Lackierprozesse sowie die Sicherstellung einer konstant hohen Oberflächen‑ und Lackqualität. Dazu gehören die Entwicklung von auf Glasurit-Materialien abgestimmten Lackierprogrammen, Bewertungen der Lackeigenschaften und begleitende Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Da die genaue Abstimmung der Applikationsbahnen für ein perfektes Lackierergebnis essenziell ist, hat Glasurit als der erste Lackhersteller für den jetstream und die Reihe 100 abgestimmte Lackierprogramme entwickelt.
In Zeiten von Kostendruck und Fachkräftemangel führt mittelfristig auch in Karosserie- und Lackierwerkstätten kein Weg an Automatisierungslösungen vorbei. „Unsere Robotiklösung ist ein Werkzeug zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung für K&L-Betriebe. Der jetstream kann heute bereits bis zu 35 Prozent der Lackieraufgaben in höchster Qualität übernehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass dort, wo jetstream im Einsatz ist, die gleichen, perfekten Lackierergebnisse und Kosteneinsparungen realisiert werden“, betont Mike Wolf, SATA-Geschäftsführer. Seiner Meinung nach rentiert sich die Investition für viele K&L-Betriebe in weniger als drei Jahren.