Seit Anfang der 2020er-Jahre entwickeln sich E-Autos zügig weiter. Die Technik batterieelektrischer Autos (BEV) ist im Vergleich zu den Verbrennern im gleichen Zeitraum riesig vorangeschritten. Worauf bei der Anschaffung eines BEV zu achten ist, hat die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH einige Fakten zusammengefasst.
Mit dem Anstieg der Neuzulassungen von E-Autos nimmt auch das Modellangebot laufend zu: Von 2020 bis 2025 hat es sich etwa vervierfacht.
Mehr Visionen: Die Forschung an der E-Mobilität läuft weiter auf Hochtouren. Neue Motoren überzeugen mit hoher Leistungsdichte und Effizienz, künftige Batterietechniken sollen Akkus günstiger machen.
Mehr Strom: Das Innovationstempo bei batterieelektrischen Fahrzeugen ist hoch. Wenn man ein aktuelles Modell mit Vorgängern des gleichen Segments von vor vier oder fünf Jahren vergleicht, laden aktuell gut ausgestattete Fahrzeuge mit 300 bis 400 kW an Schnellladesäulen mit Gleichstrom. Bei besonders schnell ladenden Modellen kann in rund 20 Minuten der Batteriestand von weniger als 20 Prozent auf 80 Prozent gefüllt werden. In zehn Minuten laden solche modernen Mittelklassefahrzeuge Strom für mehr als 300 Kilometer.
Mehr Reichweite: Auch die Batterie- und Antriebstechnik entwickelt sich zügig weiter. Höhere Batteriespannung und größere Kapazität, bessere Zellen, intelligenteres Management von Akku und Antrieb sowie Fortschritte bei der Motortechnik sorgen für mehr Effizienz und Reichweite. Im Durchschnitt sind die Normreichweiten von 2020 bis 2025 um rund ein Drittel gestiegen – bei vielen aktuellen Modellen liegt sie bei 500 Kilometer und mehr.
Mehr Ladesäulen Die Infrastruktur wurde in den vergangenen Jahren maßgeblich weiter ausgebaut. Anfang 2022 standen in Deutschland rund 58.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung, heute sind es fast 215.000. Wichtig für effizientes Laden auf der Langstrecke: Besonders deutlich wurde das Schnellladenetz ausgebaut, wobei manche Region da noch immer eher mager ausgestattet ist.
Mehr Vernetzung: Elektroautos werden immer häufiger über intelligente Wallboxen mit der Photovoltaikanlage und dem Energiemanagement von Privathäusern vernetzt. Beim sogenannten PV-Überschussladen fließt selbst erzeugter Solarstrom direkt in die Fahrzeugbatterie. Das senkt die Stromkosten fürs Fahren und erhöht vor allem dann den Eigenverbrauch der Sonnenenergie, wenn man tagsüber laden kann.
Mehr Austausch: Mit dem bidirektionalen Laden können entsprechend ausgestattete Elektroautos den gespeicherten Strom bei Bedarf wieder ans Netz abgeben. Bei der Vehicle-to-Home-Technik (V2H) versorgen sie das eigene Haus, bei Vehicle-to-Grid (V2G) kann Energie sogar ins öffentliche Stromnetz zurückfließen. Erste kommerzielle Angebote in Deutschland gibt es etwa von BMW und Mercedes-Benz zusammen mit Partnern der Energieindustrie. Noch ist das Angebot kompatibler Fahrzeuge, Ladeeinrichtungen und entsprechender Stromtarife klein, das Potenzial von E-Autos als intelligenter Bestandteil der Energieversorgung hingegen ist groß.
In den vergangenen Jahren ist der Markt der jungen gebrauchten E-Autos angestiegen. Wer überwiegend kurze Strecken zurücklegt und seine Fahrzeugbatterie regelmäßig laden kann, ist mit einem gebrauchten Elektroauto oft gut bedient und kann von den günstigeren Preisen junger Gebrauchter profitieren. Laut DAT kosteten im März 2025 gebrauchte BEV drei Jahre nach der Erstzulassung durchschnittlich nur noch gut die Hälfte ihres ursprünglichen Listenneupreises.
Wichtigstes Indiz beim Kauf eines gebrauchtes BEV ist der Batteriezustand. Die GTÜ bietet in Kooperation mit ihrem Partner Aviloo zertifizierte Tests der Traktionsbatterie an.




































