Karosseriebauer-Training bei Fix Auto Dresden Nord

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Beim ersten Karosseriebauer-Training von Fix Auto in Dresden stand die Praxis klar im Fokus. Bildquelle: Fix Auto

Bei den steigenden Ersatzteilpreisen – laut aktueller Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) um durchschnittlich mehr als sechs Prozent – ist die Instandsetzung beschädigter Karosserieteile nicht nur eine ökologische auch eine ökonomische Alternative. 20 erfahrene Karosseriebauer aller Fix Auto-Betriebe haben Ende September den Fortgeschrittenenkurs mit dem Miracle Ausbeulsystem besucht, um ihr Know-how auszubauen.

„Ziel des Trainings ist es, den Anwendern noch mehr Sicherheit in der täglichen Handhabung zu geben und vor allem auch kleinere Tricks und Kniffe zu vermitteln, die in Summe das Ergebnis deutlich verbessern und den Zeitaufwand reduzieren“, beschreibt Roy de Lange, Geschäftsführer des Netzwerks, das Ziel des Workshops.

Seit 2013 sind die Kosten für Ersatzteile laut GDV um fast 44 Prozent gestiegen. Eine Kofferraumklappe kostete in diesem August 8 Prozent mehr als im August 2020. Die Kosten für einen Kotflügel vorne stiegen um etwa 6,4 Prozent (s. Tabelle Preisentwicklung).

Dieser Preisentwicklung belastet die Rendite im Karosserie- und Lackierbetrieb. Die Instandsetzung bietet den Unternehmen vor allem den Vorteil, 100 Prozent des anfallenden Aufwands in Rechnung gestellt werden können. „Unserer Erfahrung nach orientieren sich Unternehmer bei der Festlegung des Reparaturwegs immer noch häufig allein am Umsatz. Viel stärker sollten sie jedoch auf die tatsächlichen Kosten und Margen fokussieren“, unterstreicht Roy de Lange. Fix Auto-Betriebe können dafür auf einen Margen-Rechner zurückgreifen, mit dem sie für jedes Fahrzeug schnell durchrechnen können, wo sie mehr verdienen: an der Instandsetzung oder dem Tausch des Teils, sofern letzteres technisch realisierbar ist. Ein weiterer Nutzen der Instandsetzung ist die höhere Prozessstabilität. Denn kommt es nach der Bestellung zu Lieferverzögerungen, kann dies den gesamten Reparaturprozesses stören, wohingegen der Karosseriebauer bei der Instandsetzung direkt mit der Reparatur beginnen kann. In anderen Märkten, so de Lange, sei das Konzept bereits deutlich intensiver in der Anwendung und auch hierzulande legten immer mehr Volumenauftraggeber Wert auf dieses Vorgehen.

Im Rahmen des Aufbautrainings konnten die Fix Auto-Karosseriebauer die verschiedenen Techniken verfeinern. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren mit dem System, durch das Anwendungstraining konnte ich meine Fertigkeiten jedoch noch einmal verbessern. Oft sind es ja nur Kleinigkeiten, die in Summe jedoch zu einem deutlich effektiveren Einsatz der Technik beitragen“, erklärt Lucas Neugebauer von Fix Auto Altmühlfranken. Auch der Einsatz der Klebetechnik war für viele der Teilnehmer eine neue Erfahrung, die sie jetzt mit in ihre Betriebe nehmen wollen. Neben der Schulung durch Thomas Martin und Klaus Dollar von tm Tools im Bereich der Außenhautinstandsetzung gab Richard Wolfrum (Junior) detaillierte Einblicke in die Anwendung des Spanesi Touch-Karosserievermessungssystems. (cepe)

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