Karambolage-Atlas 2020: Weniger aber teurere Unfallschäden

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Quelle: Generali

Die durchschnittliche Schadenhäufigkeit lag 2019 in Deutschland bei 9,1 Prozent. Trotz neuer Assistenzsysteme kracht es somit weiterhin häufig im Straßenverkehr: Jeder elfte Fahrzeughalter hatte einen Kfz-Schaden und die durchschnittlichen Schadenkosten in Deutschland liegen bei rund 2.350 Euro.

2017 war zwar noch jeder Neunte betroffen (Schadenhäufigkeit von 11,7 Schäden pro 100 Fahrzeughaltern), die Schadenshöhe war mit 2.300 Euro(ohne Großschäden über 50.000 Euro) im Schnitt etwas geringer. Der Anteil der Schäden über 2.500 Euro ist seit 2017 um mehr als fünf Prozentpunkte gestiegen.

Mehr als jeder dritte Schaden ist ein Haftpflicht-Sachschaden (34,8 Prozent). Rund ein Viertel aller registrierten Schäden (rund 28 Prozent) machen verbautes Glas und Scheinwerfer in und an den Fahrzeugen aus. „Glasschäden konnten vor einigen Jahren noch relativ günstig repariert werden. Heute müssen Frontscheiben meist komplett ausgetauscht werden. Damit verbunden ist oft eine teure und erneute Einrichtung der verschiedenen modernen Assistenzsysteme“, so Roland Stoffels, im Vorstand der Generali Deutschland AG für Kfz- und Sachversicherungen verantwortlich.

Besonders hoch ist die Unfalldichte in den dicht besiedelten Stadtstaaten. Das Bundesland Hamburg liegt mit 12,0 Prozent als neuer Spitzenreiter deutlich über dem Durchschnitt, gefolgt vom Bundesland Berlin mit 11,7 Prozent (das 2017 noch auf Platz 1 lag). Weit weniger Unfälle verzeichnen die norddeutschen Flächenländer: In Mecklenburg-Vorpommern liegt die Schadenhäufigkeit bei 8,3 Prozent, in Brandenburg sind es nur 7,6 Prozent. Auch Bayern liegt mit 8,4 Prozent im unteren Bereich der Schadenhäufigkeit.

Am Montag kracht es am häufigsten: Mit knapp 18 Prozent ist das Schadenrisiko im Vergleich zu den anderen Wochentagen an diesem Tag am höchsten. Das Klischee der Sonntagsfahrer bestätigt sich nicht: Hier sind Autofahrer mit einer Schadenhäufigkeit von 8,5 Prozent deutlich sicherer unterwegs.

„Für Deutschlands großen Karambolage-Atlas werten unsere Datenanalytiker alle zwei Jahre die Schadenentwicklung der Kunden aus. Für diese Studie konnten wir mehr als 270.000 Kfz-Schäden bis in die Tiefe analysieren und daraus ein repräsentatives Abbild für Deutschland entwickeln: für jedes Bundesland, jeden Landkreis, jede Stadt und viele Stadtteile der Metropolen. Auch sehen wir, welche Art von Schäden in unterschiedlichen Dimensionen, wie Automarke, PS-Klasse oder Jahreszeit, auftreten. Viele interessante Erkenntnisse, die unsere Kunden für ihre eigene Sicherheit nutzen können“, sagt Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG.

Auswertungsdetails zu allen deutschen Städten und Landkreisen zeigt die interaktive Karte auf www.generali.de/karambolage-atlas.

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