Nie wieder austauschen – rostfreie Bremsleitungen aus KuNiFer

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Die rostfreien Bremsleitungen hören auf den Namen „KuNiFer“ und sind nun mit ABE erhältlich. (Foto: Quick Brake)

Auch moderne Autos sind vor rostenden Bremsleitungen nicht gefeit. Wenn die Leitungen getauscht werden müssen, sollte die Werkstatt daher auf die rostfreie Alternative setzen.

Gerade im Winter werden die stählernen Bremsleitungen vom Streusalz stark angegriffen – auch bei modernen Fahrzeugen wie dem Mercedes W204, wo diese unter Abdeckungen versteckt sind, sind sie nicht vor der salzigen Umgebung geschützt. Bemängelt der TÜV eine solche Leitung, ist der Austausch für den Fahrzeughalter oft teuer – gerade wenn die hinteren Leitungen betroffen sind, die oberhalb des Hinterachsträgers verlaufen, der für den Austausch abgesenkt oder ausgebaut werden muss.

Die rostfreie Alternative hört auf den Namen „KuNiFer“ und setzt sich aus dem Materialmix von Kupfer, Nickel und Stahl zusammen. Kupfer und Nickel sind rostfrei, der Stahl sorgt für die notwendige Druckstabilität der Leitungen. Bis in die 1930er Jahre waren diese Leitungen Standard, nach dem zweiten Weltkrieg griffen die Hersteller auf die deutlich günstigeren Stahlleitungen zurück. Nur wenige Hersteller wie Volvo setzten schon vor Jahrzehnten wieder auf die rostfreien Leitungen, anderen Fahrzeugen blieb der Einbau aufgrund mangelnder ABEs verwehrt. Seit knapp zwei Jahren sind KuNiFer-Leitungen nun mit einer allgemeinen Betriebserlaubnis erhältlich, die der Hersteller gemeinsam mit einer Prüfgesellschaft erwirken konnte – der rostfreien Alternative steht nun nichts mehr im Wege.

Für die Werkstatt ergeben sich durch den Einsatz gleich mehrere Vorteile: Zum einen kann die Umrüstung ein attraktives Geschäft sein, zum anderen sind teure Biegewerkzeuge nicht mehr notwendig, da die Leitungen mit der Hand in Form gebracht werden können. Der Fahrzeughalter profitiert von garantierter Rostfreiheit – gerade für Oldtimer, Wohnmobile und hochwertige Fahrzeuge ein interessantes Detail. (SB)

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