Alanko: Ölverlust schadet Turbolader

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Eine durch Überhitzung aufgrund Ölmangels eingelaufene Turboladerwelle, ein Bruch ist absehbar.

Dass der Turbolader ausfällt, ist keine Seltenheit. Wer jedoch nur dieses schwächste Glied im Motor austauscht, hat meist zu kurz gedacht. Darauf weist der Turbolader-Spezialist Alanko hin. Bei dem Hersteller aus dem rheinland-pfälzischen Sinzig beobachtet man, dass Werkstatt-Profis den Turbolader oft viel zu isoliert betrachten. Nur wer ganzheitlich mit solchen Teilen umgeht, wird am Ende eine perfekte Reparatur abliefern.
„Die Ursache für den Ausfall des Turboladers liegt meistens nicht im Turbolader selbst,“ erklärt Luca Jüssen, bei Alanko zuständig für die Reklamationsbearbeitung. „In den meisten Fällen stockt die Ölversorgung im Motor. Und weil der Turbolader ein empfindliches Teil ist, fällt er bei solchen Problemen einfach zuerst aus.“

Vor dem Tausch System prüfen
Jüssen empfiehlt, vor der Reparatur das gesamte System unter die Lupe zu nehmen. Gibt es irgendwo im Motor Undichtigkeiten, entsteht Ölverlust. Und der sorgt am Ende dafür, dass der Turbolader zu wenig geschmiert wird. Weil er hohem Druck ausgesetzt ist und sich permanent unter hoher Belastung schnell drehen muss, reagiert er besonders sensibel auf Störungen der Ölversorgung.
Die Schäden am Turbolader können bei diesen Problemen zwar unterschiedlich aussehen, das Ergebnis ist aber immer gleich: der Motor entwickelt auffällige Geräusche, das System verliert an Leistung. Genau dies hat den Kunden in die Werkstatt geführt. Einen schnellen erneuten Ausfall wird er nicht tolerieren.
Deshalb tut der Mechaniker gut daran, vor dem Tausch des Turboladers genau zu prüfen, ob und wo Öl aus dem Motor austritt. „Ich habe hier jeden Tag Reklamationen von vermeintlich bereits vor der Reparatur defekten Turboladern auf dem Tisch,“ so Luca Jüssen. „In den seltensten Fällen liegt es am eingebauten Teil. Wir sehen sofort, dass eine gebrochene Turboladerwelle zwar am Ende die Ursache für den Leistungsverlust war. Aber der wirkliche Grund liegt eben tiefer.“

Öl als Lebenselexier
Zusätzlich weist Jüssen darauf hin, dass die aktive Ölversorgung für den Turbolader wie ein Lebenselixier ist. „Verliert oder verbrennt der Motor Öl, so ist das für den Turbolader der schleichende Tod. Er wird immer heißer, verschleißt sehr schnell und fällt dann am Ende eben aus.“ Ein Anzeichen für einen so verursachten Schaden am Turbolader ist eine geschliffene Turbolader-Welle. Diese Verschleißerscheinung führt schnell und unausweichlich zum Tod des Turboladers.
Genau wie das menschliche Herz aufhört zu schlagen, wenn der Körper zu viel Blut verliert, wird der Turbolader nicht mehr funktionieren, wenn der Ölkreislauf gestört ist. Dies zuallererst zu prüfen, ist für den Mechaniker absolute Pflicht. Klagen des Kunden über Leistungsverlust, Geräusche aus dem Motorraum oder schwarzen Qualm aus dem Auspuff sollten alle Alarmglocken klingeln lassen.

Schwerpunkt Turbolader
Alanko aus dem rheinland-pfälzischen Sinzig ist ein innovativer Ersatzteil-Hersteller. Drei Brüder leiten das Familienunternehmen mit mittlerweile 50 Mitarbeitern. Wichtigste Botschaft für den ambitionierten Hersteller: Hochwertige Qualität zu günstigen Preisen.
Einen großen Schwerpunkt setzt Alanko bei den Turboladern. Kunden erhalten hier pfandfreie Turbolader aus eigener Entwicklung. Laufend kommen neue Referenzen dazu. Bemerkenswert ist der Lieferumfang: neben den zugehörigen Dichtungen gibt es Einlaufschmierung, Bolzen, Kupfermuttern und sogar Handschuhe.

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