Die Wirkung von Namen sollte man nicht unterschätzen

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In Vorstellungsrunden ist es immer zu beobachten, wie Personen sich vorstellen, die einen mit „Ich bin Paul“ und die anderen mit „Ich heiße Paul.“ Der Name gehört zu einem, vor allem wenn man sich in seiner Region einen Namen gemacht hat, wie der Paul, der kann alles reparieren. Wenn Paul nun einer Werkstattkette beitritt, dann ist er auf einmal Autoservice 1—2—3 oder Pitstop etc. Sein eigener Name gerät in den Hintergrund oder sogar in die Bedeutungslosigkeit.

Das kann dann zu extremen Herausforderungen führen, wenn plötzlich der Systemgeber Insolvenz anmeldet oder der Partnerwerkstatt gekündigt wird. Dann kostet es viel Zeit und Mühe, seinen Namen bekanntzumachen und das Vertrauen zu gewinnen.

Nachdem der Teilegroßhändler Hess Insolvenz angemeldet hat, erreichten die Redaktion zahlreiche Anrufer, die wissen wollten, was mit der Marke Motoo sei, die sie nun seit vielen Jahren – Motoo wurde vor 17 Jahren gegründet – für ihr Marketing und ihre Fassade nutzen. Darf ich weiterhin mit der Marke Motoo werben? Was bedeutet es für meine Online-Aktivitäten? Wem gehört in Zukunft die Marke Motoo?

Das Problem ist nicht neu, schon in der Vergangenheit hat die Redaktion FREIE WERKSTATT mehrfach darauf hingewiesen, dass eine Gruppenzugehörigkeit neben den Stärken vor allem die Schwäche hat, dass man fremdbestimmt ist. Wird das Gruppenlogo geändert, müssen alle Produkte, wie Signalisation, Briefpapier, Anzeigen, Give-aways etc. vom Markt genommen werden. Alle sitzen im gleichen Boot, wenn Serviceleistungen, Rabattaktionen oder Preismarketing von der Zentrale aus gesteuert werden.

Die Kombination Systemmarke und Name des Unternehmens ist von Vorteil, damit erkennen die Autofahrer*innen die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, das schafft Vertrauen.

Zu den Leistungen von Werkstattsystemen gehören unter anderem auch die Erstellung von Internetseiten und die Accounts in Social Media-Profilen. Wenn der Systemgeber ausfällt, sind dann auch die Profile weg, die Bewertungen und die Kommentare?

Es ist durchaus notwendig, sich die AGBs anzuschauen, um vorher zu wissen, was später passieren könnte. Welche Ansprüche hat man als Systemnehmer? Welche Rechte und welche Pflichten?

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