Fahrzeuge mit E10 betanken

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Foto: shutterstock

Seit der Einführung von E10 in Deutschland wird die Nutzung von Biokraftstoffen, insbesondere von Bioethanol, kontrovers diskutiert. Die Nutzung von E10 stellt objektiv gesehen jedoch eine sinnvolle Ergänzung zu herkömmlichen Kraftstoffen dar.

E10 – Der Beitrag zum Klimaschutz

Bei E10 handelt es sich um einen erneuerbaren Kraftstoff mit Bioethanol aus nachhaltig angebauten Pflanzen, Abfällen und Reststoffen. Er hilft die Treibhausgasemissionen im Verkehr deutlich zu reduzieren. Auch wird der Kraftstoff aus einheimischen Rohstoffen, anstatt aus importiertem Erdöl, hergestellt. Der Beitrag zum Klimaschutz wird dadurch geleistet, dass bei der Verbrennung entstehende Kohlendioxide wenige Jahre vorher von Pflanzen der Atmosphäre entnommen wurden.

„Wenn alle Fahrzeuge mit Ottomotor in Deutschland mit dem E10-Kraftstoff betankt würden, ließen sich jährlich bis zu drei Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) einsparen“, so der Pressesprecher der Kfz-Innung Westfalen-Süd Oliver Klimke.

Fast alle Fahrzeuge kompatibel

Die allermeisten nach dem Jahr 2000 in Europa gebauten Benziner sind E10 geeignet, insgesamt mehr als 95% der Benziner in der EU. Alle neuen Fahrzeuge mit Benzinmotor wurden für die Nutzung von E10 angepasst. Informationen, ob ein Fahrzeug E10 verträgt, können dem Tankdeckel, der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges oder von den Internetseite des Herstellers entnommen werden. Da normales Super-Benzin ohnehin bereits fünf Prozent Bioethanol enthält, ist der zusätzliche Ethanolanteil relativ gering.

Da auch viele ältere Fahrzeuge kompatibel sind, listen Hersteller diese auf ihren Internetseiten. Ist ein Fahrzeug für die Nutzung von E10 freigegeben, haftet der Hersteller für Schäden, die auf das Tanken von E10 zurückzuführen sind.

Geringerer Brennwert führt zu leichtem Mehrverbrauch

Da Ethanol einen geringeren Brennwert besitzt als Benzin, sinkt der Brennwert von E10 gegenüber E5 um 1,9 Prozent. Entsprechend steigt der Verbrauch bei klopfgeregelten Motoren leicht, um 1,5-3 Prozent an. Außer bei langen Standzeiten, etwa bei Oldtimern, spricht also nichts gegen eine Nutzung von Super E10. (SB)

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