Getriebeservice: Das Schaltgetriebe nicht vergessen

0
885
Der Service am Schaltgetriebe geht einfach von der Hand - dennoch ist er Aha-Effekt nach der Neubefüllung meist deutlich spürbar. Bildquelle: shutterstock

Beim professionellen Getriebeservice denken die meisten Werkstätten direkt an DSG- oder Wandlergetriebe. Dabei bieten auch die vielen Handschalter ein starkes Umsatzpotenzial.

Mit automatischen Spül- und Befüllgeräten rückt man den immer zahlreicher vertretenen Automatikgetrieben auf den Leib, die regelmäßig nach frischem Schmierstoff verlangen. Doch auch das altgediente Handschaltgetriebe freut sich über neues Öl zwischen den Zahnrädern.

Die Fahrzeughersteller geben zumeist keinen Wechselintervall für Handschaltgetriebe an, man spricht von einer „Lebensdauerfüllung“. Was jedoch die Lebensdauer eines Fahrzeugs definiert, weiß nur der Hersteller selbst. Bei einer typischen Fahrleistung von 15.000 Kilometern pro Jahr und dem Durchschnittsalter der Flotte von 9,6 Jahren kommen so etwa 150.000 als typische Lebensdauer zusammen. Doch viele Fahrzeughalter fahren ihre Fahrzeuge viel länger. Den Kunden auf einen Getriebeservice am Handschaltgetriebe anzusprechen, ist ein proaktiver Wartungsvorgang.

Die Füllmengen sind mit ein bis drei Litern im Vergleich zu einem Automatikgetriebe sehr gering, der Wechsel einfach: Bei den meisten Gerieben existieren sowohl Ablass- als auch Einfüllschraube, der richtige Ölstand ist beim Überlauf aus der Einfüllschraube erreicht. Außer typischen Inbuseinsätzen und einer großen Spritze braucht es nichts weiter für den Service am Handschaltgetriebe. Schon bei Laufleistungen von 80.000 bis 100.000 Kilometern sind deutliche Unterschiede im Schaltverhalten nach einer Neubefüllung spürbar – das „Fühlen“ der Wirkung macht es besonders einfach, die Zusatzleistung zu verkaufen. Auch die Entnahme einer kleinen Probemenge und die Präsentation im Vergleich mit frischem Öl machen die Entscheidung für die Kunden einfach.

Differentialöle nicht vergessen

Bei Fahrzeugen mit Heckantrieb sollte zudem das Differentialöl auf der Serviceliste stehen – zwar sind hier die Intervalle ähnlich hoch oder höher als beim Handschaltgetriebe, aber auch hier ist der Unterschied zwischen altem und neuem Öl deutlich sichtbar. So rundum versorgt, schaltet sich das Kundenfahrzeug wieder besser und der Kunde rollt mit Zufriedenheit vom Hof. (SB)

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Hinterlassen Sie einen Kommentar
Bitte tragen Sie Ihren Namen ein